Zhiyun Weebill-S

Es ist mal wieder soweit, was Neues oder nein was anderes auszuprobieren. Dass man mit der Sony Alpha 7III sehr gute Videos aufzeichnen kann, ist nicht neu. Dass diese Aufnahmen auch in 4K möglich sind, sollte auch jeder Wissen, der sich mit dem Thema beschäftigt. Und trotz des Wissens um das Thema „Video“ bleibt eine nicht unwesentliche Hürde die Stabilisierung. Ja, der Stabilisator in der Alpha 7III ist gut, aber am Ende nicht gut genug für ruhige Kamerafahrten. Daher schaut man dann nach geeigneten Gimbel die in der Lage sind, spiegellose Kameras mit Objektiv aufnehmen zu können. Und in meinem Fall mit einem großen Objektiv, dem Sigma 24-70mm f2.8, dass stolze 830 Gramm auf die Waage bringt. Mein erster Gedanke dabei war, im Lager von DJI zu schauen und den Ronin SC mal in Augenschein zu nehmen. Leider erwies sich diese Wahl als wenig praktikabel, da der Ronin SC nur Kameras mit kleinem Objektiv aufnehmen kann. Da ich aber kein zusätzliches Objektiv nur zum Filmen kaufen wollte, musste ich diese Wahl durch eine neue, durchaus geeignete Wahl ersetzen. Und wieder musste das Netz herhalten und ganz besonders die Youtube Kanäle der verschiedensten Blogger und Filmemacher. Dabei herausgekommen ist der Weebill-S von der Firma Zhiyun. Dieser Gimbel wirbt mit den Worten, dass er problemlos mit Kombinationen aus spiegellosen sowie DSLR-Kameras aller bekannten Hersteller zurechtkommt. Und tatsächlich lassen sich größere Kombinationen sehr gut ausbalancieren. Sicher sind die modernen Motoren verantwortlich für den hochpräzisen Algorithmus, der nochmals (bereits die achte Generation) verbessert wurde. So wird beschrieben, das die Elemente eine bis zu 300%ige Steigerung des Motordrehmoments und eine 50%ige Verbesserung der Ansprechgeschwindigkeit haben. So kann eine Sony A7III mit FE 24-70mm f2.8 oder eine Canon 5D4 mit EF 24-70mm f2.8 problemlos optimal ausbalanciert und stabilisiert werden. Die kompakte Bauweise in einer Größe eines A4-Blattes ist sicher ein weiteres Detail für den Weebill-S. Der ergonomisch gestaltete Griff und der ausgeklügelte Sling-Modus ermöglichen den Weebill-S, das mühelose Filmemachen für alle Benutzer. Optional gibt es einige Zusatzbauteile wie das TransMount-Bildübertragungsmodul in einer kompakten Größe, die an die Schnellwechselplatte angebracht werden kann. Mit diesem Zusatzmodul sind einige Zusatzfunktionen wie ViaTouch 2.0, SmartFollow2.0, Sync Motion, TransMount Bildübertragungsmodul sowie eine TransMount Fernsteuerung. Weiterhin ist somit eine Live-Übertragung fast ohne Grenzen möglich. In den Einstellungen leider keine deutsche Sprache vorhanden, kann der Gimbal schnell angepasst werden. Es stehen Parameter wie Motordrehmoment, Folgegeschwindigkeit, Laufruhe, Totzone, Tastenfunktionen usw. auf den intuitiven OLED-Display zur Verfügung. Die sechs Aufnahmemodi sind dann das Herzstück des Weebill-S und verantwortlich für die kreativen Aufnahmen. Die 2-in-1 Schnellwechselplatte (Manfrotto/Arca-Swiss) kommt zur Befestigung der Kamera zum Einsatz und ist schnell zu Wechseln ohne die Demontage der Kamera. Auch der neue Mechanismus zum Verriegeln der Achsen ist sehr gut gelöst und vereinfacht den Transport des Gimbel. Ein Fokusrad am Weebill-S soll noch die elektronische Fokusregelung als auch die Fokus/Zoom- Anpassung ermöglichen. Leider ist dies für die Sony A7III nicht ohne Zusatzwissen möglich. Das mitgelieferte Kabel gibt diese Funktion nicht frei. Anstatt dessen benutzt man das Kabel für die Canon und stellt auch im Menü diese Kamera ein und siehe da fast alle Funktionen sind vorhanden. (Blende / ISO / Belichtungszeit) Ob ich auch den Zoom am Objektiv mit dem Einstellrad verstellen kann, wird noch probiert, setzt es auch ein entsprechendes Objektiv sicher voraus. Die Akkuleistung soll bis zu 14 Stunden anhalten, was schon reichlich wäre. Wie immer gibt es aber auch noch jede Menge an Zubehörteilen, sodass noch einige Möglichkeiten der Erweiterung gegeben sind. Der erste Einsatz war trotz der Tatsache das noch nicht alle Funktionen 100%ig umgesetzt wurden schon recht vielversprechend. Es gibt noch vieles zu optimieren und zu lernen, aber das macht ja auch den Reiz aus. Ich bleibe am Ball und gehe nun in eine neue Phase, über die nicht nur der Fotografie gehört.

Kommentare sind geschlossen.